09. May 2017



Punktspiel
SV Grün-Weiß Nadrensee vs. SV Fortuna 96 Heinrichswalde

Fortuna erkämpft sich Auswärtssieg

Das letzte Auswärtsspiel der Saison war für die Heinrichswalder auch gleichzeitig die längste Strecke. Es ging für das Team nach Nadrensee. Da viele Spieler aus den verschiedensten Gründen fehlten, musste selbst Trainer Bruhnke mal wieder als Feldspieler die Töppen für die Fortuna schnüren.

Beide Teams begannen zunächst sehr verhalten und waren darauf bedacht keine Fehler zu machen. So dauerte es ein wenig, bis es zum ersten Mal halbwegs gefährlich wurde. Allerdings konnte Dabel die erste Gelegenheit des Spiels nicht nutzen. Die Gastgeber versuchten ihre schnellen Offensivkräfte häufig mit langen Bällen in Szene zusetzten, doch die Fortunen konnten das Meiste vereiteln, bevor wirklich Gefahr aufkommen konnte. Auf der anderen Seite fehlte häufig der letzte entscheidende Pass oder Chancen wurden nicht clever zu Ende gespielt. Und genau das sollte sich dann rächen. Nach einem eigenen Freistoß, der von der Mittellinie fast genau in die Arme des gegnerischen Torwarts geschlagen wurde, machte eben jener einen ganz langen Abschlag. Bei dem Ball sah dann Dietrich nicht gut aus und der gegnerische Topstürmer Studzinski ließ Milde dann keine Abwehrchance und machte das 1:0 (25.). Kurz darauf hatten die Fortunen dann bei zwei ganz ähnlichen Spielzügen, wo die gesamte Abwehr nicht gut aus sah, mächtig Glück. Erst schießt der Gegner am leeren Tor vorbei und dann konnte Milde die dritte Großchance parieren. Die besten Möglichkeiten der Gäste wiederum hatte Christann, dessen Aktionen aber jeweils vom Torhüter entschärft wurden. Mit dem knappen Rückstand ging es daher in die Pause.

Da die erste Halbzeit trotz der Umstellungen relativ gut war, gingen die Fortunen mit viel Mut in die zweiten 45 Minuten. Allerdings übernahmen die Hausherren nun mehr und mehr das Zepter und erarbeiteten sich die Feldvorteile, die der Gast in Hälfte 1 hatte. Und da zeigte Milde ungeahnte Fähigkeiten als Torhüter und wurde von der Bank anerkennend als Tim Wiese bezeichnet. Er konnte eine Großchance nach der Anderen parieren und hielt die Fortunen somit im Spiel. Die Heinrichswalder wollten dann versuchen für die Schlussphase nochmal frischen Schwung bringen. So entschied das Aushilfstrainergespann Kamke/Schmidt C.Werth zu bringen, welcher dadurch nach langer Leidenszeit sein Comeback gab. Für ihn verließ der eigentliche Trainer das Feld (75.), der sofort vom Feldrand aus Anweisungen verteilte. So kam dann auch kurze Zeit später Splittgerber für den ausgelaugten Christann (81.). Und genau dieser Wechsel sollte goldwert sein. Nach einem Ballgewinn der Defensive machten die Gäste das Spiel schnell und es wurde Splittgerber über die rechte Seite geschickt. Der erfahrene Spieler ließ dann auf Höhe des Strafraumes den Ball auf den mitgelaufenen Deters tropfen, welcher das Leder perfekt auf Podzelni flankte. Dieser nahm das Spielgerät sauber an und versenkte es im Kasten der Gastgeber zum viel umjubelten 1:1. Doch das war noch nicht das letzte Wort. Die Platzherren wollten unbedingt gewinnen und gaben den Heinrichswaldern dadurch viel Platz zum kontern. Und diese nahmen das gerne an. Nach einem langen Ball war Podzelni auf und davon, scheiterte jedoch zunächst am Keeper. Aber der abgewehrte Ball landete bei Splittgerber, der überlegt zurück auf den freistehenden Podzelni spielte, welcher sich die zweite Chance nicht entgehen ließ und tatsächlich noch den 1:2 Siegtreffer markierte (89.). Angesichts 4 Minuten Nachspielzeit durfte auch A.Werth noch mitmischen, welcher Deters ersetzte (90.) Beinahe wäre dann eben in der Nachspielzeit noch das 3. Tor gefallen, aber leider konnte Dabel nach tollem Lauf keinen Treffer erzielen. In diesem Moment wäre der Pass auf Splittgerber, der ganz allein war, vielleicht die bessere Wahl gewesen, was aber kein Vorwurf sein soll.

Aufstellung: R.Milde - R.Keßler, A.Dietrich, Ch.Voltz, D.Kücken - R.Grapenthin, M.Deters (90. A.Werth), R.Dabel, T.Podzelni - M.Bruhnke (75. C.Werth), A.Christann (81. R.Splittgerber)

Fazit: Die Fortunen gewinnen das Spiel durch viel Willensstärke in der Schlussphase. Einen großen Anteil am Sieg haben mit Sicherheit Milde, der mit seinen Paraden einen größeren Rückstand verhinderte, und Podzelni mit seinen beiden Toren. Aber die gesamte Mannschaft hat eine klasse kämpferische Leistung gezeigt. Sollte diese Einstellung ins nächste Spiel übertragen werden können, so dürfte auch gegen Luckow ein Sieg drin sein. (n.s.)