17. Oct 2018



Pokalspiel
SV Fortuna 96 Heinrichswalde vs. SV Kröslin I

Aus im Pokal nach 120 Minuten Fight

Am vergangenen Sonntag war mal wieder ein Pokalspiel in Heinrichswalde angesetzt. Gegner des SV Fortuna 96 Heinrichswalde war der SV Kröslin I aus der Kreisoberliga. Die Fortunen hatten sich vorgenommen, so achtbar wie möglich zu verkaufen und vielleicht dem Favoriten auch ein Bein zu stellen.

Der Beginn jedoch gehörte den Gästen. Mit frühem Pressing erzwangen sie viele Ballverluste und Fehlpässe der Fortunen, die erst nach und nach ins Spiel finden sollten. Die erste gute Gelegenheit für die Krösliner bot sich nach einem Freistoß, welcher glücklicherweise nur an den Pfosten prallte. Die erste Chance der Hausherren hatte dann Milde ebenfalls per Freistoß, welcher den Ball allerdings nicht voll traf. Besser machen wollte es dann kurze Zeit später Segebrecht ebenfalls per Freistoß. Leider zielte er zu genau und setzte das Leder an die Latte. Und dies sollte nicht der letzte Lattentreffer des Tages bleiben. Die beste Möglichkeit hatten aber die Gäste. Nach einem langen Pass war plötzlich ein Stürmer durchgebrochen und war allein vor dem herauslaufenden C.Werth. Diesen überwand er dann auch, aber Kamke klärte den Ball noch vor der Linie. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams aber weitestgehend, in einem Spiel, was von vielen kleinen Nickligkeiten geprägt war. Da dadurch kaum Spielfluss entstand und weitere echte Torchancen Mangelware blieben, blieb es beim 0:0 zur Pause.

Die zweiten 45 Minuten boten ein ähnliches Bild. Beide Teams waren sich kämpferisch absolut ebenbürtig, so dass ein Klassenunterschied nicht auszumachen war. Die Krösliner hatten zwar vergleichsweise mehr Torschüsse abgegeben, allerdings wurden diese häufig geblockt oder von Werth im Kasten abgewehrt. Auf der anderen Seite hatte Hacker ein Freistoß an die Latte gesetzt und Podzelni verfehlte das Tor per Kopf, genauso wie Dietrich per Schuss. Dann gab es kurz vor dem Ende noch einmal eine dicke Chance für die Krösliner, begünstigt durch den Schiedsrichter, welcher einfach nicht seinen besten Tag erwischte. Nach einem langen Ball wollte Kamke den Ball eigentlich klären und bekam ihn aufs Schienbein, was demzufolge kein kontrolliertes Spielen ermöglicht. Das Leder prallte nach hinten zu Werth, welcher das Spielgerät mit den Händen aufnahm. Der Referee jedoch entschied hierbei auf einen Rückpass und somit auf indirekten Freistoß für Kröslin. Dieser wurde aber weit am Kasten vorbeigeschossen, so dass es weiter 0:0 stand und es auch bis zum Schluss blieb. Das bedeutete es mussten noch 2x 15 Minuten Verlängerung her. Und hier sollte es dann auch einen Sieger geben. Mit der ersten Gelegenheit der Verlängerung wurde es brenzlig im Strafraum der Heinrichswalder. Schmidt war es dann, der Ball eigentlich klären wollte, ihn aber nicht richtig traf und ein Krösliner sagte danke und machte das 0:1 (95.). Daraufhin machten die Hausherren mehr nach vorne, doch wieder war Hacker die Latte im Weg. Begünstigt wurde die Heinrichswalder Offensive zum Teil durch eine rote Karte für die Gäste, doch so richtig wollte es nicht mehr laufen. Als man dann für die zweite Hälfte der Verlängerung beschloss, auf 3 Stürmer zu verändern, machte man natürlich hinten etwas auf. Und das wurde nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung bestraft. Erst verlor Kücken im Zweikampf das Spielgerät und sein Gegner fackelte nicht lang und probierte es einfach direkt und konnte den Ball tatsächlich über Werth hinweg ins Tor bugsieren (111.). Das 0:2 war nun ein kompletter Knackpunkt für die Fortuna, denn obwohl kurz darauf ein weiterer Spieler Kröslins per Gelb-Roter Karte vom Feld geschickt wurde, sprang bis auf einen erneuten Lattentreffer von Segebrecht keine echte Torchance mehr heraus. So blieb es beim 0:2.

Aufstellung: C.Werth - N.Schmidt, R.Kamke, D.Kücken, R.Keßler - M.Hacker, A.Dietrich, Ch.Voltz, R.Segebrecht - T.Podzelni, R.Milde

Fazit: Nach hartem Kampf verliert man unglücklich gegen einen Kreisoberligsten. Nachdem schlechten Auftritt gegen Pelsin, war aber über weite Strecken wieder zusehen, dass einer für den Anderen kämpfen wollte. Darauf kann man denke ich für die Liga aufbauen. Und vielleicht hat man schon gegen den Vierecker SV am kommenden Samstag mehr Glück im Abschluss. (n.s.)