19. Apr 2018



Punktspiel
SV Polzow 54 vs. SV Fortuna 96 Heinrichswalde

Glücklicher Auswärtssieg

Nach 4 Spielen in Folge ohne Sieg wollte der SV Fortuna 96 Heinrichswalde im Gastspiel gegen den SV Polzow am vergangenen Wochenende endlich wieder 3 Punkte einfahren.

Beide Teams begannen zunächst etwas verhalten, wobei aber der Gastgeber versuchte bereits sehr früh die Fortunen unter Druck zusetzten, um diese zu Fehlern zu zwingen. Deshalb dauerte es etwas bis die Heinrichswalder etwas in Spiel fanden. Doch mit der Zeit wurden die Gäste doch etwas stärker und hatten mit Voltz auch die bis dato beste Gelegenheit, als er alleine vor dem Tor stehend den Torwart anschoss. Auch die beiden Außenverteidiger Keßler, mit einem satten Schuss, der leider zu zentral war, und Kücken, nach einem tollen Lauf mit einer eigentlich guten Chance, wollte den Ball aber dann ablegen statt selbst zu schießen, setzten offensiv Akzente. Die Hausherren wiederum blieben zwar in Lauerstellung auf Fehler, hatten aber bis auf zwei Schüsse, die am Tor vorbei gingen zunächst keine wirklich gefährlichen Chancen. Allerdings wurden sie dann von den Fortunen kurz vor der Pause tatsächlich eingeladen. Nach einem Ballverlust von Keßler konterten die Polzower auf eigenem Geläuf schnell. Plötzlich waren dann die beiden Stürmer vor dem Tor der Heinrichswalder. Weder Kamke oder Schmidt, noch Dabel als Torhüter konnten dann den Gegentreffer verhindern (38.). Aber die Gäste hatten dann selber noch 2 dicke Möglichkeiten frei vor dem Tor, welche aber kläglich vergeben wurden. So ging es mit dem 1:0 in die Pause.

Trainer Bruhnke war mächtig angefressen und versuchte seine Leute mit deutlichen Worten wachzurütteln. Und scheinbar fruchtete dies. Sein Team war nun um einiges konzentrierter, auch in den Zweikämpfen. So konnte man gute Versuche der Polzower abfangen und selber kontern. Dann bekam Voltz seine nächste Großchance. Wieder lief er allein auf den Torwart zu und dieses Mal bezwang er ihn, etwas glücklich, auch (60.). Um dann für frischen Wind zu Sorgen brachte der Trainer mit Nürnberg für Christann einen neuen Angreifer (65.). In den folgenden Minuten hatten die Fortunen dann sehr viel Pech. Erst scheiterten sie mit 3 Schüssen an blockenden Polzowern, dann Pfiff der Schiedsrichter reihenweise gute Möglichkeiten wegen angeblichen Abseits ab. Selbst der Gegner gab hinterher zu, dass es viele Fehlentscheidungen gab. So blieben die Polzower natürlich im Spiel, kamen aber nie so gefährlich aufs Tor, dass Dabel groß eingreifen musste. Stattdessen belohnten sich die Gäste endlich mit dem zweiten Tor. Nach einem Zuspiel von Hacker war Podzelni durch und überlupfte den Keeper zum 1:2 (75.). Nur Sekunden nach dem Tor kam dann C.Werth für den glücklosen Vendt (75.). Das Spiel verflachte zusehends. Es war schon vorher kein Augenschmaus, aber es blieb wenigstens für die Zuschauer weiterhin spannend. Das lag aber auch daran, dass die Gäste ihre Chancen nicht zur Entscheidung nutzten. Werth hatte mit einem Schlenzer noch etwas Pech, aber ansonsten wurden Spielzüge nicht gut zu Ende gespielt und so kam es schon fast so, wie es kommen musste. Die Gastgeber bekamen einen Freistoß in guter Position zu gesprochen. Der Ball wurde in den Heinrichswalder Strafraum geflankt, wo dann Dietrich das Spielgerät per Hinterkopf unhaltbar im eigenen Kasten versenkte (85.). Kurz nach diesem Gegentor feierte dann mit Maximilian Pall ein junger Spieler sein Debut und sollte helfen, das Spiel doch noch siegreich zu gestalten. Und die Fortunen sollten sich in der Nachspielzeit doch noch belohnen. Nach einem schnellen Angriff über die rechte Seite, bediente Nürnberg per schönem Pass Podzelni, welcher erneut den Torhüter überlupfte und damit den 2:3 Siegtreffer erzielte (90.+1).

Aufstellung: R.Dabel - N.Schmidt, R.Kamke, R.Keßler, D.Kücken - A.Dietrich, M.Hacker, T.Podzelni, Ch.Voltz - A.Christann, Ch.Vendt

Fazit: Fazit: Kein schönes Spiel in dem die Fortunen etwas glücklich, aber nicht komplett unverdient den Sieg holen. Die Polzower haben stark dagegen gehalten und hätten ein Remis verdient gehabt. Aber so grausam kann Fußball nun mal auch sein. Gegen Viereck müssen die Heinrichswalder aber wieder mehr zeigen, um auch gegen diesen Gegner zu bestehen. (n.s.)